Genetischer Code
Bu/Bu – homozygot dominant
Bu/bu – heterozygot, dominanter Phänotyp ausgeprägt
bu/bu– nicht betroffen
Erbgang
Dominant
Chromosomale Lage
Unbekannt



Burmese ist ein Shade, der nur sichtbar wird, wenn eine Ratte homozygot Albino cc ist. Das Gen selbst vererbt dominant, kann aber ohne Albino-Hintergrund nicht exprimiert werden. Tiere, die Burmese tragen, aber kein cc besitzen, zeigen ihre normale Grundfarbe.
Albino als Voraussetzung
- Das Albino‑Gen cc verhindert die Bildung von Pigmenten.
- Dadurch bleibt die eigentliche Farbe und Zeichnung einer Ratte unsichtbar.
- Burmese kann sich auf diese farblose Grundlage legen und erzeugt einen braunen Farbüberzug (Shade) über dem Fell.
Modifier am C‑Lokus
- Erst durch den Modifier (h) entstehen temperaturabhängige Points.
- Ohne Modifier bleibt Burmese einheitlich braun und pointlos.



Beispiele:
- cc Bubu → Burmese ohne Points
- cc(h) Bubu → helle Burmese‑Variante mit schwachen Points
- c(h)c(h) Bubu → deutliche Points
- c(h)c(h) BuBu → sehr dunkle, sableartige Variante
Phänotyp
- Körperfarbe: tiefes, warmes Braun
- Bauch: etwas heller
- Points: je nach Modifier schwach bis stark
- Augen: immer schwarz
- Zeichnungen bleiben klar abgegrenzt sichtbar
- Burmese kann in jeder Grundfarbe und Zeichnung auftreten; die Points entsprechen der genetischen Grundfarbe des Tieres.
Kategorien des Shade
Non‑Agouti (aa)
- Pale Burmese – helle Grundfarbe, schwache Points
- Burmese – normaler Braunton, deutliche Points
- Sable Burmese – sehr dunkler Shade, Points kaum sichtbar
Agouti (A-) – Wheaten Burmese
- Wheaten Pale Burmese
- Wheaten Burmese
- Wheaten Sable Burmese
Agouti‑Varianten wirken insgesamt wärmer und heller.
Zusammenfassend:
- Albino [cc] unterdrückt Pigmente → Tier wäre äußerlich weiß.
- Burmese (Bubu/BuBu) legt einen braunen Shade über das Fell → Tier erscheint braun, Augen schwarz.
- Modifier (h) ermöglicht Pigmentbildung in kälteren Körperregionen → Points entstehen.
- Anzahl der Modifier und Burmese‑Allele bestimmt die Intensität der Points und die Tiefe des Brauntons.
Übersicht
Non‑Agouti (aa)
| Genotyp | Bezeichnung | Merkmale |
|---|---|---|
| aa Bubu chch | Burmese | normaler Braunton, starke Points |
| aa BuBu chch | Sable Burmese | sehr dunkel, starke Points |
| aa Bubu chc | Pale Burmese | heller, schwächere Points |
| aa BuBu chc | Pale Sable Burmese | dunkler, abgeschwächte Points |
| aa Bubu cc | Burmese ohne Points | pointlos, warmbraun |
| aa BuBu cc | Sable Burmese ohne Points | dunkler, pointlos |
Agouti (A-) – Wheaten Burmese
| Genotyp | Bezeichnung | Merkmale |
|---|---|---|
| A- Bubu chc | Wheaten Pale Burmese | leichte Points |
| A- BuBu chc | Wheaten Pale Sable Burmese | stärkere Points |
| A- Bubu chch | Wheaten Burmese | deutliche Points |
| A- BuBu chch | Wheaten Sable Burmese | sehr starke Points |
| A- Bubu cc | Wheaten Burmese ohne Points | pointlos |
| A- BuBu cc | Wheaten Sable Burmese ohne Points | pointlos, dunkler |
- Die Abgrenzung zwischen Pale und normalem Burmese ist nicht immer eindeutig.
- Manche Tiere entwickeln von Natur aus nur kleine Points.
- Eine sichere Zuordnung gelingt oft erst über gezielte Rückkreuzungen.
