andere Bezeichnungen: Fuzzy, früher Fuzz
(Stand 09/2025)
Genetische Codes:
| Genotyp | Beschreibung des Haarwuchses |
|---|---|
| fr(CR)/fr(CR) | Extrem haarloser Phänotyp, nahezu vollständig nackt |
| fr(H)/fr(H) | Leichte Behaarung („fuzz“) an Genitalien, Schwanz, Gesicht und Pfoten |
| fr(H)/fr(CR) | Intermediärer Phänotyp mit reduzierter Behaarung |
Fuzz-Ratten zeichnen sich durch eine genetisch bedingte reduzierte Behaarung aus. Die ursprünglich als Fuzz (fz) bezeichnete Mutation wurde durch molekulargenetische Untersuchungen neu klassifiziert. Es handelt sich um eine Mutation auf Chromosom 1, die funktionell identisch ist mit der Mutation des Charles River Hairless (CR)-Phänotyps. Beide Mutationen wirken auf demselben Allel und betreffen das Hairless-Gen, das für die Entwicklung und Erhaltung von Haarfollikeln verantwortlich ist. Neuere Studien zeigen, dass die Charles River Hairless-Mutation nicht das klassische hairless-Gen (hr) auf Chromosom 15 betrifft, sondern ebenfalls auf Chromosom 1 lokalisiert ist.
Nomenklatur: Zur besseren Unterscheidung und Klarheit in der genetischen Klassifikation wird die ursprüngliche Bezeichnung fz durch fr („frizzy“) ersetzt. Dabei werden zwei Varianten unterschieden:
- fr(CR): frizzy-Charles River – Mutation aus der Charles River-Linie
- fr(H): frizzy-Harlan – klassische fuzz-Mutation aus der Harlan-Linie
Genotypen und Phänotypen:
Zuchtrelevanz: Die Kreuzung von fr(H) und fr(CR) Tieren führt zu Nachkommen mit abnormem Haarwuchs, was die Allelie der beiden Mutationen bestätigt. Die klare Differenzierung der Genotypen ermöglicht eine gezielte Zuchtplanung und erleichtert die phänotypische Bewertung im Rahmen von Studien zur Haut- und Haarentwicklung.
Empfohlene Bezeichnungen zukünftig: Fuzz (fr) – frizzy-Mutation auf Chromosom 1, mit den Varianten fr(CR) und fr(H); rezessiv vererbt, phänotypisch unterschiedlich ausgeprägt.

Siehe dazu: –Stellungnahme mit Quellenangaben
