Gentischer Code: gl/gl, rezessiv
Beispiele:
Golden Albino: A- cc Be- glgl
Golden Himalaya: A- c(h)c Be- glgl
Golden Siam: A-c(h)c(h) Be-glgl
Das Golden‑Gen ist ein rezessives Farbgen. Damit es sichtbar wird, müssen mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:
- Das Tier muss homozygot für das Golden‑Gen sein.
- Es muss homozygot am C‑Lokus sein.
- Es muss mindestens heterozygot für das Black‑Eyed‑Gen sein.
- Die genetische Basis muss agouti‑basiert sein.
Fehlt eine dieser Voraussetzungen, zeigt sich der Golden‑Phänotyp nicht. Besonders wichtig: In der Vergangenheit wurde Golden nie zuverlässig auf black‑based Tieren sichtbar. Trotz einzelner Behauptungen gibt es keine Belege, dass Golden auf einer Black‑Base phänotypisch durchkommt. Ausgeschlossen werden kann es allerdings nicht.
Entsprechende Testverpaarungen sind geplant. (Stand Januar 2026)
Phänotypische Wirkung

Liegt die vollständige genetische Voraussetzung vor, erzeugt das Golden‑Gen:
- einen apricotfarbenen Grundton,
- silbernes Ticking,
- sowie eine weiße Bauchseite.
Dieser Phänotyp unterscheidet sich klar von klassischen Agouti‑Varianten, bleibt aber auf deren genetische Grundlage angewiesen.

Beziehung zum C‑Lokus
Theoretisch ist das Golden‑Gen mit allen agouti‑basierten Varianten des C‑Lokus kompatibel, solange der C‑Lokus nicht vollständig farbunterdrückend wirkt. Entscheidend ist, dass das Tier zwei funktionsfähige C‑Allele besitzt, damit die apricotfarbene Grundfarbe und das Ticking sichtbar werden können.
(Aktuelle Erfahrungen und Wissenstand Dezember 2025)
