Merle
Genetischer Code
Me/Me – homozygot letal
Me/me – heterozygot sichbar
me/me – nicht betroffen
aa mm Meme – EU Mink Merle
aa momo Meme- US Mink Merle
aa mm Meme Pepe- EU Peal Merle
aa momo Meme Pepe- US Pearl Merle
Erbgang
Dominant (homozygot letal), Sichtbar nur auf Minkvariationen
Chromosomale Lage
Unbekannt



Die Grundfarbe des Fells zeigt bei Merle eine ungleichmäßige Verteilung dunkler Sprenkel über den gesamten Körper. Die Merle-Flecken sind klar abgegrenzt und idealerweise ohne Rosttöne oder weiße bzw. silberne Haare.
Die Augen sind schwarz, sofern kein zusätzliches Dilute-Gen vorhanden ist.
Merle ist vermutlich ein Pigmentverteilungs-Modifier, der ausschließlich auf den verschiedenen Mink-Varianten sowie auf Pearl sichtbar wird. Charakteristisch ist eine ungleichmäßige Pigmentverteilung, die dem Fell ein marmoriertes oder geflecktes Erscheinungsbild verleiht.
Die Intensität der Flecken kann variieren und ist bereits mit dem ersten Fell sichtbar. Auch die Größe der pigmentierten Bereiche ist unterschiedlich ausgeprägt. Auf Pearl tritt der Merle-Effekt besonders deutlich hervor.
Merle ist bei Farbratten bislang nicht wissenschaftlich beschrieben und genetisch nicht eindeutig aufgeklärt. Es ist nicht mit dem Merle-Gen bei Hunden gleichzusetzen.
Teilweise wird vermutet, dass Merle – ähnlich wie Pearl – homozygot letal sein könnte, hierfür gibt es jedoch bislang keine belastbaren Belege. Verpaarungen von Merle × Merle zeigen keine signifikant kleineren Wurfgrößen als Pearl-Merle × Nicht-Merle. Wäre Merle tatsächlich homozygot letal, müsste man eine deutliche Reduktion der Wurfgrößen erwarten, was in der Praxis nicht beobachtet wird.
In der Vergangenheit wurde – insbesondere in Deutschland – lange an der Theorie festgehalten, dass Merle homozygot letal sei. Für diese Annahme gibt es jedoch keine belastbaren Belege.
Fakt ist, dass Merle × Merle-Verpaarungen keine besondere Gefahr für das Muttertier darstellen. Ebenso ist nicht eindeutig bewiesen, dass Merle ein klassisch dominantes Einzelgen ist. Vielmehr spricht die bisherige Zuchtpraxis dafür, dass es sich um ein polygenetisches Phänomen handelt, das nur auf Mink-Varianten (sowie Pearl) sichtbar einwirkt.
Damit unterscheidet sich Merle bei Farbratten grundlegend von dem Merle-Gen bei Hunden und sollte genetisch nicht mit diesem gleichgesetzt werden. Den „Double-Merle“ Effekt wie bei Hunden, der mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen einher geht, gibt es bei Ratten nicht.
Merle Agouti
Genetischer Code
A- mm Meme – EU Mink Agouti Merle
A- momo Meme – US Mink Agouti Merle
Erbgang
Kombiniert (Agouti dominant, Merle dominant, Mink/Mock Mink rezessiv)
Chromosomale Lage
Unbekannt
