Pearl

„Pearl ist schlimm, alle haben Angst vor dem C-Locus, aber es sind die 50 Shades of Mink die sie fürchten sollten.“

Genetischer Code

    aa Pe/pe m/m – heterozygot Pe + Eu Mink
    aa Pe/Pe m/m – homozygot Pe + Eu Mink (letal)
    aa Pe/pe mo/mo – heterozygot Pe + US Mink
    aa Pe/Pe mo/mo – homozygot Pe + US Mink (letal)

Agoutibased:
    A/- Pe/pe m/m – heterozygot Pe + Eu Mink
    A/- Pe/Pe m/m – homozygot Pe + Eu Mink (letal)
    A/- Pe/pe mo/mo – heterozygot Pe + US Mink
    A/- Pe/Pe mo/mo – homozygot Pe + US Mink (letal)

Erbgang

    Dominant (Pe homozygot letal)

Chromosomale Lage

    Unbekannt

Das Pearl-Gen weist eine sehr variable Expression auf und kann daher über längere Zeit unentdeckt im Bestand vorhanden sein. Es wird dominant vererbt.

Seine sichtbare Ausprägung tritt ausschließlich in Kombination mit dem Mink-Gen zutage und führt zu einer Aufhellung des Fells.

In der dunkelsten Variante, der sogenannten Dark Phase Pearl, sind die Tiere häufig so dunkel, dass sie kaum von herkömmlichen Mink-Ratten zu unterscheiden sind. Lediglich das aufgehellte Unterfell lässt erkennen, dass es sich nicht um einen vollständig durchgefärbten Mink, sondern um eine Pearl-Ratte handelt.

Am anderen Ende des Spektrums steht die Light Phase Pearl: Diese Tiere wirken beinahe weiß und zeigen den charakteristischen, perlmuttartigen Schimmer, dem das Gen seinen Namen verdankt. Zwischen diesen beiden Extremen existieren zahlreiche Abstufungen – das Erscheinungsbild von Pearl bewegt sich auf einem kontinuierlichen Spektrum. Durch gezielte Selektion kann gezüchtet werden, ob das Pearl eher eine dunklere oder hellere Ausprägung zeigt – vergleichbar mit der Selektion beim C-Locus, bei dem Züchter auf ausgeprägte, dunkle Points achten.

Light Phase Pearl
Dark Phase Pearl erscheint im gesammten etwas heller, da das perlige Unterfell durchschimmert

Das Gen ist seit 1905 in der Farbrattenzucht bekannt und wurde auch im Labor untersucht. Durch gezielte Verpaarungen wurde festgestellt, dass das Pearl-Gen in homozygoter Form vermutlich letal ist. Für die Muttertiere stellt dies jedoch in der Regel kein Problem dar, da die betroffenen Embryonen bereits in einem sehr frühen Zellteilungsstadium resorbiert werden – zu einem Zeitpunkt, an dem keine Komplikationen zu erwarten sind. Bei Pearl-x-Pearl-Verpaarungen kommen daher meist kleinere, aber vollständig gesunde Würfe zur Welt.

Mink and Pearl: New Color Mutants in the Norway Rat by R.Robinson

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