Genetischer Code
c(s)/c(s) – Sable Siamese (neu identifiziertes Allel)
Erbgang
Rezessiv (Allelenserie am C-Lokus)
Chromosomale Lage
Chromosom 1
Herkunft des Sable Siamese-Modifier
Der Sable Siamese-Modifier stammt ursprünglich aus Südafrika und wurde dort in den 1990er-Jahren erstmals in Zoohandlungen beobachtet. Es handelt sich um ein eigenständiges Modifier auf dem C-Locus, das sich genetisch von bekannten Varianten wie ch (klassischer Siamese) oder c (Albino) unterscheidet.
Wann dieser Modifier in andere Länder importiert wurde, ist bislang nicht dokumentiert. In internationalen Zuchtkreisen ist Sable Siamese weitgehend unbekannt und wurde bisher nicht wissenschaftlich beschrieben.
Die Kreuzung von Sable Siamese (cs/cs) mit klassischem Siamese (ch/ch) ergab ausschließlich Jungtiere mit dem Genotyp cs/ch, die phänotypisch Merkmale beider Varianten zeigten.
Sable Passe-partout
Genetischer Code
c(s)/c(h) – „Passe-partout¹“-Siamese (F1-Kreuzung)
Andere Kombinationen – nicht betroffen
Erbgang
Rezessiv (Allelenserie am C-Lokus)
Chromosomale Lage
Chromosom 1



Passe partout ist das heterozygote Erscheinungsbild aus der Kreuzung von Sable Siamese c(s)/c(s) und klassischem Siamese c(h)/c(h). Er zeigt eine Mischung aus beiden Varianten.
Fellfarbe und Zeichnung
Dadurch entsteht ein klarer Unterschied zwischen Grundfarbe und Abzeichen, aber ohne harte Kanten.
Grundfarbe: Ein etwas dunkleres Beige als beim klassischen Siamese – wärmer und leicht goldbraun.
Points (Abzeichen):
Deutlich stärker ausgeprägt als beim klassischen Siamese.
Die dunklen Bereiche an Nase, Ohren, Füßen und Schwanzwurzel sind intensiver gefärbt und größer.
Diese Kombination zeigt, dass c(s) ein eigener Modifier auf dem C-Locus ist. Der Phänotyp vereint sichtbar Eigenschaften beider Eltern – daher der Name Passe partout, wie ein „Schlüssel“, der beide Seiten öffnet.
