Genetischer Code
wh/wh – homozygot rezessiv
Wh/wh – heterozygot
Wh/Wh – nicht betroffen
Erbgang
Rezessiv
Chromosomale Lage
Unbekannt



Whiteside ist ein sehr altes Gen, ähnlich wie Hooded, und war schon lange vor den 1980er-Jahren in den Zuchtvereinen der USA bekannt. In den 1980er- bis 1990er-Jahren ging es durch mangelndes Interesse an dieser Zeichnungsform verloren. Da es zudem mit anderen Zeichnungs-Modifikatoren interagiert und zeitgleich auftreten kann, ist es nicht immer leicht zu erkennen. Variegated-Whitesides sind für Laien – oder wenn man nicht gerade vermutet, dass Whiteside im Tier stecken könnte – kaum zu identifizieren.
In den 2010er-Jahren tauchte das Gen in den USA im Bundesstaat Arizona bei einer Zucht namens Emerald City Rattery erneut auf und seitdem hat dieses Zeichnungsgen wieder eine kleine Fangemeinde.
Im Jahr 2018 haben eine Handvoll Züchter das Gen von Kanada nach Deutschland importiert und wurde es unter einigen engagierten Zuchten aufgeteilt.
Die importierten Linien hatten einige Probleme. Es wurde von einem schlechteren Immunsystem, teils Zahnproblemen (oft schiefe Zähne aufgrund schlechter Kopfform) und Hormonböcken berichtet.
Dies sind alles Probleme der ursprünglichen Linie und nicht des Zeichnungsgens selbst.
Mittlerweile haben einige Zuchten diese Probleme durch strikte Selektion ausgemerzt. Zucht bleibt an sich aber ein beständiger Prozess und das Anstreben von Verbesserungen der Grundbausteins, auf dem dieses Projekt aufbaut.
Whiteside ist als schlichtes Zeichnungsgen genau wie Hooded zu behandeln.
Whiteside sieht aus wie „eine Hooded-Ratte mit Hosen“. Der Name kommt von den fast quadratisch wirkenden weißen Seiten, die ein sauber gezeichnetes Tier aufweist.
Im Standard wird eben jene quadratischanmutende, saubere Zeichnung gewünscht. Dazu müssen störende Zeichnungsmodifikatoren herausselektiert werden, da diese am h-Lokus andocken ist ein auskreutzen über HH-Ratten (Self) der beste Weg dies zu erreichen.
Verpaart man Whiteside mit Self-Ratten, ist der Nachwuchs immer „Irish“.
Diese „Irish“-Tiere sind alle Whiteside-Träger und bringen bei Rückverpaarung wieder Whiteside-Ratten hervor.
Über den Gencode, der dieser Zeichnung zugeschrieben werden soll, wird weltweit diskutiert.
Da Whiteside mit allen Zeichnungen interagiert und scheinbar auch auf Self wirken kann, haben wir uns entschlossen, den Code wh/wh zu nutzen.
Eine Whiteside-Ratte könnte z. B. folgenden Gencode haben: Hh whwh.
Es kann mit allen weiteren bekannten h-Locus-Modifikatoren interagieren.
Wir werden hier Beispielbilder sammeln und sie um die entsprechenden Gencodes ergänzen.
